Akut

[Akutkrankenhäuser sind Einrichtungen gem. § 107 Abs. 1 SGB V, die als Hochschulklinik gem. § 108 Abs. 1 SGB V, Plankrankenhaus gem. § 108 Abs. 2 SGB V oder als Vertragskrankenhaus gem. § 108 Abs. 3 i. V. m. § 109 SGB V Leistungen gem. § 39 SGB V (Krankenhausbehandlung) erbringen.]


 

Thorsten Ostermann, Seniorpartner und geschäftsführender Gesellschafter Ostermann Pott & Cie. zu aktuellen Themen des Zielmarktes Akut:


"Die Beseitigung des Investitionsstaus ist mit halbherzigen Reformen des Krankenhausfinanzierungsgesetzes nicht getan. Da die Länder auch zukünftig ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur öffentlichen Förderung der Investitionskosten nicht nachkommen können und werden, ist die Schaffung adäquater Rahmenbedingungen für privates Kapital eine naheliegende und realistische Alternative zur gescheiterten Staatsfinanzierung."



"Die Konsequenzen von Demografie und medizinischer Innovation sind allen Akteuren seit Jahren bekannt. Weitere Kostensteigerungen sind derzeit nur durch Leistungsbegrenzungen mit der Konsequenz einer „Zwei-Klassen-Medizin“ zu stoppen. Wenn das vermieden werden soll, geht es nur über die Reduzierung der Behandlungskosten. Dazu ist spätestens mittelfristig eine grundlegende Neuausrichtung des Systems erforderlich."



"Auch diese Entwicklung war absehbar. Die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen sind nicht ausreichend, um die Finanzierung der Betriebskosten eines durchschnittlichen Krankenhauses nachhaltig sicherzustellen. Das wird insbesondere im Bereich der Lohnkosten, die ca. 65 % der Betriebskosten ausmachen, deutlich. „ Mit 8,7 % Preiszuwachs können 15,9 % Tariflohnanstieg (2006-2012) nicht bezahlt werden.“ Dieser Aussage der Deutschen Krankenhausgesellschaft ist nichts hinzuzufügen.

Es ist offensichtlich, dass unsere Krankenhauslandschaft unter den gegebenen Umständen nicht mehr bezahlbar ist. Schon um die medizinische Versorgung auf heutigem Niveau aufrecht zu erhalten, ist die Konzentration auf eine deutlich reduzierte Anzahl von Leistungsanbietern mit hoher Spezialisierung und deutlich gesteigerter Prozesseffizienz unabdingbar. Der Weg führt letztendlich über das Discount-Prinzip:

  • limitiertes Leistungsangebot (hoher Spezialisierungsgrad)
  • stringent effizienzorientierte Prozesse (Reduzierung auf das Wesentliche)
  • bester Preis (Fallpauschale) bei guter Qualität

ALDI, Erfinder des deutschen Discount-Prinzips, hat gezeigt, was auch oder gerade unter Qualitätsaspekten im Handel möglich ist."


 

Die absehbaren Entwicklungen eröffnen für innovative Leistungsanbieter interessante unternehmerische Perspektiven. Gleiches gilt für den Kapitalmarkt. Ungeachtet der gerade bei Investitionsfinanzierungen noch sehr schwierigen Rahmenbedingungen stellt sich bei jeder Prüfung die Grundsatzfrage: Welche Krankenhäuser in Verbindung mit welchen Konzepten und Geschäftsmodellen sind zukunftsfähig?

Ostermann Pott & Cie. steht Banken und Investoren als kompetenter Ansprechpartner und Berater in diesem sich wandelnden und perspektivisch hochinteressanten Zielmarkt mit fundiertem Wissen und klaren „Zukunftsvorstellungen“ zur Verfügung.

 

Krankenhäuser in Zahlen: 

http://www.dkgev.de/dkg.php/cat/62/title/Krankenhausstatistik