Reha

[Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sind Einrichtungen gem. § 107 Abs. 2 SGB V, die auf der Grundlage eines Versorgungsvertrages gem. § 111 SGB V (und ggf. auf der Grundlage von Belegungsverträgen mit gesetzlichen Rentenversicherungsträgern gem. § 15 Abs. 2 SGB VI i. V. m. § 21 SGB IX) Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen gem. §§ 23 / 40 SGB V und / oder §§ 13 / 15 SGB VI erbringen.]


 

Günter Pott, Seniorpartner und geschäftsführender Gesellschafter Ostermann Pott & Cie. zu aktuellen Themen des Zielmarkts Reha:


"Rehabilitation ist wirtschaftlich und politisch gewollt. Die bisherige Orientierung des Reha-Budgets an der Bruttolohnentwicklung ist aufgrund der demografischen Veränderungen und einer längeren Lebensarbeitszeit (Rente mit 67) kein tragfähiges und damit zukunftsfähiges Modell. Wenn die Konsequenzen einer Budgetsteuerung durch Leistungsreduzierung vermieden werden sollen, muss die Finanzierung zwingend demografieadjustiert erfolgen. Politisches Handeln ist insofern dringend geboten."



"Insgesamt hat sich die Branche nach der Reha-Krise langsam aber kontinuierlich konsolidiert. Es besteht allerdings nach wie vor ein Überangebot an Betten, das von den ebenfalls unter enormen wirtschaftlichen Druck stehenden Gesetzlichen Krankenkassen in Preisverhandlungen rigoros ausgenutzt wird. Das ist die Kehrseite der vielfach herbeigerufenen freien Marktwirtschaft aber gleichzeitig auch der Schlüssel für die Beschleunigung der noch erforderlichen Marktbereinigung."



"Rehabilitation reduziert soziale Transferleistungen und ist als Beispiel für einen proaktiv agierenden Sozialstaat einzigartig in Europa. Diese These kann durch eine Vielzahl seriöser Studien und Fakten belegt werden. Für die Gesetzliche Krankenversicherung ist die Anschlussheilbehandlung als fester Bestandteil der Rehabilitation darüber hinaus ein unverzichtbares Angebot zur Nachbehandlung von Patienten nach Operationen oder Schlaganfall. Die in der Regel älteren und oftmals bereits multimorbiden Patienten können weder in Krankenhäusern noch in ambulanten Versorgungsstrukturen besser (wenn überhaupt) und vor allem wirtschaftlicher behandelt werden. Im deutschen Gesundheitssystem ist die medizinische Rehabilitation alternativlos. Der Bedarf wird weiter steigen."


 

Mit der Reha-Krise haben sich die Banken so weit und konsequent wie möglich aus diesem in jeder Hinsicht „überhitzten“ Markt zurückgezogen. Diese Reaktion war nachvollziehbar, nicht aber deren Nachhaltigkeit. Heute ist die Rehabilitation ein interessanter und berechenbarer Zukunftsmarkt, der unter objektiver Abwägung aller Risiken und Perspektiven einen Vergleich mit der Pflegebranche nicht schrecken muss. Auch wenn das Finanzierungspotential im Vergleich zum Krankenhaus- und Pflegemarkt verhältnismäßig gering ist, ergeben sich für Banken und Investoren in einer selektiven Betrachtung durchaus interessante Perspektiven für Neugeschäft. Auch hier stellt sich vor jeder Prüfung die Grundsatzfrage: Welche Reha-Kliniken in Verbindung mit welchen Konzepten und Geschäftsmodellen sind zukunftsfähig?

Ostermann Pott & Cie. steht Banken und Investoren als kompetenter Ansprechpartner und Berater in diesem kleinen aber durchaus wieder interessanten Zielmarkt mit fundiertem Wissen, detaillierten Marktkenntnissen und klaren Vorstellungen bezüglich der weiteren Entwicklung zur Verfügung.

 

Reha in Zahlen:

http://www.dkgev.de/dkg.php/cat/62/title/Krankenhausstatistik

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/6_Wir_ueber_uns/02_Fakten_und_Zahlen/05_rehaberichte/rehaberichte_index_node.html